Über Degus

Inhalt:
- Allgemeines
- Ernährung
- Haltung
- Der Käfig
- Hygiene
- Links
Allgemeines:
Degus sind Nagetiere, die ursprünglich aus Chile kommen, mittlerweile aber immer mehr Liebhaber in Deutschland finden. Während vor zwei Jahren noch wenige Züchter Degus anbaten, findet man sie heute überall.
Die Nager werden bei guter Haltung bis zu sechs Jahre alt. Besonders wichtig für ihre Orientierung ist ihr ausgeprägter Tastsinn (Tasthaare) sowie ein sehr gutes Gehör. Auch der Geruchssinn ist hoch entwickelt.
Degus sind Gesellschaftstiere, das heißt, man sollte mindestens drei Degus halten. Doch nicht nur Weibchengruppen verstehen sich gut, auch Männchen leben friedlich miteinander.
Vorsicht: Sollten Sie zwei ihrer Männchen dabei beobachten, wie sie auf die Hinterläufe gestellt "rangeln", so handelt es sich um den sogenannten Kommentkampf. Dieser dient ausschließlich zum Ausfechten der Rangfolge in einer Degu-Gesellschaft und nicht zum Verletzen des Gegenübers. Er darf allerdings nicht verwechselt werden mit dem aggressiven Territorialkampf. Hierbei beißen die Degu-Männchen kräftig zu, es kommt zu Verletzungen und die Tiere müssen umgehend getrennt werden.
Ein Degu-Wurf besteht in der Regel aus vier bis zwölf Jungen, wobei erstmalige "Mütter" eher weniger Tiere auf die Welt bringen. Erst "geübtere" Degu-Weibchen erreichen die maximale Wurfzahl. Ungewollter Nachwuchs ist allerdings recht einfach zu verhindern, da die Geschlechtsorgane bei Degus deutlich zu unterscheiden sind. Werfen Sie doch mal einen Blick in einen Degu-Ratgeber, dort sind meistens Bilder der Geschlechtsorgane abgedruckt.
Ernährung:
Eine ausgewogene Degu Malzeit besteht aus kleinen Portionen abwechslungsreicher Nahrung:
1) Es sollte immer frisches Heu im Stall zur Verfügung stehen. Das ist allerdings nicht nur zum Fressen da. Die Degus bauen auch gerne Nester damit.
2) Regelmäßig frisches Gemüse füttern. z.B. Karotten (auch mit Grün), Gurke, Paprika, Tomaten.
Alles natürlich möglichst unbehandelt.
TIPP: Viele Degus aus dem Tierheim oder aus falscher Haltung kennen kein frisches Gemüse und verstehen oft nicht, dass die frischen in den Käfig gelegten Dinge feine Leckerbissen sind. Haben Sie Geduld und füttern Sie dennoch regelmäßig Frischfutter zu, auch wenn Sie es oft unangetastet wieder herausnehmen und wegwerfen müssen. Nach einer gewissen Zeit merken die Degus, dass Sie Ihnen etwas essbares geben und werden es als ergänzende Nahrung gerne annehmen.
Vorsicht: Degus sind sehr anfällig für Diabetes! Daher darf auf keinen Fall Obst gefüttert werden, auch wenn der ein oder andere Deguratgeber das Gegenteil behauptet!
3) Auch Wasser ist wichtig! Am besten eine kleine Flasche aussuchen, damit Sie gezwungen sind, die Flasche täglich neu zu füllen und somit frisches Wasser anzubieten. Große Flaschen verlocken oft, das Wasser nicht zu wechseln, bis die Flasche leergetrunken ist.
TIPP: Wenn Ihnen auffällt, dass einer ihrer Degus übermäßig viel trinkt, das heißt einige Stunden am Tag „an der Flasche hängt,“ besteht die Gefahr einer Diabeteserkrankung. In diesem Fall empfiehlt sich ein Diabetesschnelltest mit Stick, der nur in frischen Urin gehalten werden muss. So sparen Sie sich und ihrem Liebling eine stressige Autofahrt zum Tierarzt, denn den Test können Sie beim Tierarzt alleine abholen.
Im Falle einer Erkrankung kontaktieren Sie am besten Ihren Tierarzt. Aber keine Panik, der Degu leidet nicht gleich an seiner Krankheit.
4) Trockenfutter (oder auch Alleinfutter): Wie bereits angesprochen sind Degus sehr anfällig für Diabetes. Daher gilt es bei dem Trockenfutter gut aufzupassen:es sollte keinen Zucker und auch kein getrocknetes Obst enthalten.
Ideal ist möglichst viel Rohfaser(~15%) und wenig Rohasche(<6%).
Gute Inhaltstoffe sind z.B.:
getrocknete Kräuter (Löwenzahn, Distel, Wegerich, Luzerne, Vogelmiere, Petersilie, Pfefferminze, rote Beete, Melisse, Ringelblumen, Rotklee...), Haferkörner oder Haferflocken, Weizenflocken, Erbsenflocken, getrocknete Karotten, gepoppten Weizen, Hafer... und viele mehr, die sie hier bei Degu Spezial finden.
Was auf keinen Fall enthalten sein darf:
Melasse (Bindemittel aus Zucker)5) Als Ergänzungsfutter eignen sich karge und gehaltvolle Körnermischungen und viele andere Sachen, welche Sie in unseren Kategorien finden.
6)Im Sommer freuen sich Ihre Degus auch über frische Zweige im Stall.
Es empfehlen sich: Birke, Haselnuss, Ahorn, Apfel und Kirsche
Vorsicht: ganz sicher gehen, dass man sich nicht im Baum irrt. Viele Blätter ähneln sich, können aber giftig sein.
Ein allgemeines Rezept zur Fütterung ihrer Degus gibt es nicht, aber eins können sie sich merken - Je mehr Abwechslung sie ihren Lieblingen bieten desto mehr werden sie sie lieben!
Finden sie selber heraus was ihre Degus mögen und was nicht.
Sie können uns auch eine Anfrage schicken und wir stellen ihnen einen gute, ausgewogene Futterliste zusammen!
Haltung:
Der Käfig:
Der Käfig sollte sehr geräumig sein, da Degus viel Platz benötigen. Als Faustregel gilt: 2 - 3 Degus pro Quadratmeter. Am besten eignet sich eine Voliere, in die Holzebenen eingebaut werden können, sodass mehr Lauffläche entsteht. Es muss allerdings bedacht werden, dass die Nager alles anknabbern, was im Stall zu finden ist, das verwendete Holz muss also unbehandelt (oder mit speziell gekennzeichnetem Kinderspielzeuglack bearbeitet) sein, Plastik darf nicht vorhanden sein.
Deguzähne sind im ständigen Wachstum, daher ist es wichtig, im Stall immer genügend Äste und Nagemöglichkeiten, sowie hartes, bissfestes Trockenfutter anzubieten, damit die Zähne ordentlich abgenutzt werden. Achtet man nicht auf die artgerechte Versorgung mit harten Materialen, so können sich zu lange Zähne leicht entzünden, bis die Nahrungsaufnahme eingestellt wird.
Genauso verhält es sich mit den Krallen: Da auch diese dauernd nachwachsen, sollte der Boden des Stalles und eventuell die verschiedenen Ebenen eines Volierenkäfigs mit rauem Material ausgelegt sein. Dazu eignen sich vor allem Sandsteine, da diese rauh genug aber nicht allzu schwer sind und auch auf obere Ebenen gelegt werden können.
TIPP: Für Halter, die ihren Stall selbst bauen wollen, empfiehlt es sich, den Lack mit Vogelsand zu vermengen (immer darauf achten, dass dieser das Zeichen „Kinderspielzeugtauglich“ trägt, dann ist er auch beim Anknabbern des Holzes unbedenklich) und dann das Holz damit zu lackieren. So ist der Untergrund rauh und nutzt die Krallen ab. Der oft in Deguratgebern angegebene Trick, die Flächen mit Dachpappe auszulegen eignet sich nicht. Diese ist giftig und kann von den kräftigen Tieren leicht abgerissen und gefressen werden.
Ein weiterer Punkt auf den man achten muss, ist das Hochnehmen des Degus: In einschlägigen Ratgebern wird oft von „schöpfen“ gesprochen. Das heißt, man formt die Hände, als wolle man Wasser „schöpfen“ und hebt so das Tier von unten her hoch ohne es richtig zu packen.
Vorsicht: Niemals am Schwanz des Tieres ziehen. Dieser verfügt über eine Sollbruchstelle und kann leicht abfallen. In diesem Fall kommt es oft zu Entzündungen und zum Tod des Tieres.
Hygiene:
Wichtig für die Degu Hygiene im Stall ist eine Sandschale. Das Sandbad reinigt das Fell und wird meistens gefolgt von einem ausgiebigen Fellputz.
Da manche Degus die Angewohnheit haben nach dem Bad direkt in den Sand zu pinkeln, sollte man die Schale nach einigen Stunden wieder raus nehmen, oder täglich auswaschen und neu befüllen.
Falls Sie sich Degus anschaffen wollen, so raten wir, sich diese im Tierheim zu holen oder über die Degu-Vermittlung. Dort kann man Ihnen zum einen noch auf dringende Fragen antworten und zum anderen helfen Sie, die überfüllten Einrichtungen zu entlasten.
Wie bereits erwähnt bieten auch immer mehr Baumärkte und Zoohandlungen die Tiere an, doch Degus dort zu kaufen ist nicht ratsam: oft kommt es bei einem ansteigenden Interesse zu überstürzten und undurchdachten Züchtungen, um den Bedarf zu decken. Nicht selten sind die Degus dann schon von vornherein krank. Besonders häufig ist eine angeborene genetische Diabeteserkrankung. Kauft man seine Tiere dennoch bei einem derartigen Händler, steigt wiederum der Bedarf an Nachzüchtungen und so gibt es einerseits immer mehr nicht immer ideal gehaltene Degus in Baumärkten, während genauso zutrauliche und vor allem gesunde Tiere in den Tierheimen vergeblich auf neue Besitzer warten.
Trotz der hier angegebenen Informationen raten wir zum Kauf eines Deguratgebers. Entscheiden Sie selbst, welcher auf Sie kompetent und hilfreich wirkt, in jedem Fall finden sie darin aber sicher noch zusätzliche und detailliertere Informationen.
Und nun wünschen wir viel Spaß beim Durchstöbern unseres Shops, in dem Sie ausgewählte und qualitativ hochwertige Produkte finden werden, mit denen Sie ihre Lieblinge artgerecht und gesund umsorgen können.
Weitere Informationen rund um das Thema Degu, speziell auch zu Krankheiten, Verhalten und eigenem Käfigbau finden Sie auch auf den folgenden Seiten:
Degus Online - Allgemeine Informationen und Käfigbau, Große Community und Forum
Degu Haltung - Informationen zum Haltung von Degus
Nagetiere Online Degus - Allgemeine Informationen über Degus
Nager Info Degus - Allgemeine Informationen über Degus